Ökumenischer Einschulungsgottesdienst

Einschulung_unscharfSamstag, 14. September 2013.  Es war perfekt. Die Kinder waren aufgeregt. Die Eltern zum Teil genauso. Bis alle Kinderwägen von jüngeren Geschwisterkindern eingeparkt waren, übergroße Schultüten umständlich durch die Bänke gereicht wurden, summte und brummte die Christuskirche vor nervöser Festlichkeit. Dazwischen Fotoblitze und Winken. Manche Familien kamen zu spät. Die katholische Gemeindereferentin war erkrankt und die evangelische Pfarrerin hielt den Gottesdienst alleine. Ihr bester Helfer: die Orgel. Als sie einsetzte, war es plötzlich mucksmäuschenstill in der Kirche. Es ging los mit „Lobe den Herren“, eine kluge Entscheidung. Das kennt nun wirklich jeder. Mit einem der nächsten Lieder konnte die Gemeinde allerdings nichts anfangen. Ich auch nicht. Sollte, glaube ich, ein Kanon werden. Macht nix. Es war gut, dass nicht alles klappte und die Stimmung trotzdem so gelassen war. Das Gleichnis von der Speisung der 4000 wurde in einer gut verständlichen Kinderversion vorgelesen und illustriert.  Zuversicht teilen. Wissen teilen. Brot teilen. Es war eine sehr schöne und berührende Geste, als einige der Kinder Brotkörbe in die Gemeinde hineintrugen, aus denen sich jeder ein Stückchen Brot heraus nehmen konnte. Zum  Abschluss sangen die Großeltern, Eltern und Kinder gemeinsam  „Segne uns, segne uns, denn der Weg ist weit“. Mehr muss eigentlich nicht gesagt werden. Konnten einige auch nicht. Ich auch nicht. Irgendwas ins Auge gekriegt und im Hals ein Frosch oder so. Zum Glück hatte mein Mann gerade zufällig ein Taschentuch zur Hand. Wie gesagt, es war perfekt.

Nachtrag: In der Schule wurden die Kinder anschließend von ihren Lehrerinnen und älteren Klassen begrüßt. Noch mehr Eltern. Noch mehr Kinder. Da dachte ich kurz bei mir: vielleicht ist es eine gute Idee,  wenn beim Einschulungsgottesdienst nächstes Jahr eine Imamin oder ein Hodscha dabei sein könnte.

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