Michaelskapelle

Michaelskapelle_1200pixWo Fuchs und Hase sich Gute Nacht sagen. Die Michaelskapelle im Kraichgau mit Blick auf die Rheinebene ist nicht nur für Wanderer ein schönes Ausflugsziel. Man kann mit dem Auto fast bis vor die Tür fahren. Sogar Reisebusse finden Platz. Die benachbarbarte Gastronomie wirkt von der Inneneinrichtung in den 80er-Jahren stehen geblieben zu sein. Zum Essen kann ich nichts sagen, denn wir haben uns die ganze Zeit auf dem weitläufigen Gelände um die Kirche herum aufgehalten. Dort kann man ferngesteuerten Modellsegelflugzeugen, Lenkdrachen beim Fliegen zuschauen oder im Sommer versuchen, Schmetterlinge zu fangen. Man kann aber auch ganz einfach nur auf einer Bank sitzen und den Blick und die Gedanken in die Ferne schweifen lassen. Das gelang mir an diesem Tag auf dem Berg über dem Tal deutlich besser als in der Kirche drin.

Schild_1200Ich kann mir vorstellen, dass die Kapelle oft für Hochzeiten oder Taufen genutzt wird. Sie fasst circa 50 Leute, naja, ungefähr, bin schlecht im Schätzen. Sie ist im Barockstil eingerichtet, es hält sich aber noch in Grenzen mit Gold und Putten und so, eher Barock light. Es war ein ziemliches Kommen und Gehen, während ich in der Kapelle war. Zu der Unruhe habe ich auch meinen Teil beigetragen. Bin mir nicht ganz sicher, ob es ehrfürchtig war, in der kleinen Kirche mit meinem Handy rumzuknipsen. Und Tiere habe ich auch nicht gesehen. Schon gar nicht einen Siebenschläfer. Schade eigentlilch.

Nothelfer_1200pixDafür habe ich die vierzehn Nothelfer wieder entdeckt. Meine Oma hatte immer einen parat. Ich kann mich nur noch an den heiligen Christoph erinnern, laut wikipedia „Christusträger, Helfer gegen unvorbereiteten Tod, Rettung aus jeglicher Gefahr, Schutzheiliger der Reisenden, gegen Epilepsie, Unwetter, Hungersnot, Gewitter und Hagelstürme, Pest. Wird bei Zahnschmerzen und schlechten Träumen angerufen. Schutzpatron der Bogenschützen, Autofahrer, Seefahrer, Flößer, LKW-, Bus- und Taxifahrer, Buchbinder, Bleicher, Pförtner und der Obst- und Gemüsehändler.“ Den merk ich mir auf alle Fälle mal. Und Dionysos zur Sicherheit auch noch: Helfer bei Kopfschmerzen, Tollwut, Gewissensnöten und Seelenleiden. Passt immer. Und jetzt die gute Frage: wie kann ich mich als aufgeklärte Akademikerin mit so einem Aberglauben länger als zwei Minuten beschäftigen? Meine Antwort darauf ist ein freundliches Lachen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.